Beckenboden- Harninkontinenz-Sprechstunde

von der Deutschen Kontinenzgesellschaft zertifiziert

Beschwerden

Viele Frauen leiden unter einem unfreiwilligen Urinverlust, einem häufigen Harndrang oder einer Senkung der Beckenorgane. Diese Beschwerden können schon nach der Schwangerschaft und Geburt eines Kindes auftreten. Sie können sich aber auch erst im Verlauf des weiteren Lebens entwickeln und einen hohen Leidensdruck verursachen. Bei vielen Frauen kann dies zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität und Sexualität führen.

Heutzutage gibt es ein breites Spektrum an sehr guten Behandlungsmöglichkeiten für Inkontinenz, Beschwerden beim Sex, Beckenbodenproblemen. Manchmal verhindern Schamgefühl und Ängste, die Probleme mit Ihrer Ärztin anzusprechen. Wir würden uns freuen, Ihnen in einer verständnisvollen Atmosphäre beratend zur Seite zu stehen, um Ihnen Ihre verlorene Lebensqualität
zurückzugeben.

Falls Sie unter Urinverlust, Blasenbeschwerden oder Beckenbodenproblemen leiden, sind wir gerne für Sie da: wir machen uns ein gesamtheitliches Bild Ihrer Beschwerden und beraten Sie mit unserer umfassenden Erfahrung.

Sie finden hier ein Miktionsprotokoll und einen Fragebogen, den Sie zur Untersuchung ausgefüllt mitbringen dürfen.

www.ag-ggup.de/wp-content/uploads/2017/02/Deutscher-Beckenbodenfragebogen.pdf

https://www.kontinenz-gesellschaft.de/fileadmin/user_content/startseite/patienten/infomaterialien/toiletten_trinkprotokolle/Internet_ErwachsenenProtokoll.pdf

Diagnostik

In unserer Beckenbodensprechstunde führen wir mit Ihnen ein ausführliches Gespräch. Danach folgt die gynäkologischen Untersuchung, eine Ultraschalluntersuchung des Beckenbodens und eine Blasendruckmessung, um ein besseres Verständnis für die Ursache des Urinverlustes, des gehäuften Harndrangs oder der Senkungsbeschwerden zu erhalten. In der Folge erstellen wir mit Ihnen ein individuelles Therapiekonzept.

Was ist eine urodynamische Untersuchung / Blasendruckmessung:

Mit den urodynamischen Untersuchungen wird überprüft, inwieweit die Blase ihre Speicherfunktion erfüllen kann, ob die Blasenmuskulatur ihren Aufgaben nachkommt und ob der Verschluss der Harnröhre durch die Beckenbodenmuskulatur intakt ist.
Hierfür wird ein dünner Spezialkatheter in die Blase eingeführt, welcher den Blasen- und Harnröhrenverschluss misst. Durch den Katheter kann die Blase gleichzeitig mit Flüssigkeit gefüllt werden. Das Einführen des Katheters wird durch ein Gleitmittel erleichtert. Die Schleimhautoberfläche der Harnröhre wird dadurch auch leicht betäubt.

Blasenspiegelung / Cystoskopie

Mit Hilfe der Blasenspiegelung können wir Ihre Harnblase von innen betrachten. Dies ist wichtig, wenn Sie immer wieder unter Blasenentzündungen leiden, bei Nachweis von Blut im Urin oder bei Verdacht auf Gewebeveränderungen.
Bei der Blasenspiegelung wird ein dünnes Röhrchen, welches mit einer speziellen Präzisionsoptik versehen ist, durch die Harnröhre in die Blase eingeführt. Auch hier wird das Einführen des Instruments durch ein Gleitmittel erleichtert. Die Untersuchung dauert meist nicht länger als zehn Minuten.

Therapie

Nachdem wir uns ein umfassendes Bild der Beschwerden gemacht haben, entwickeln wir zusammen mit Ihnen gemäß Ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten ein Therapiekonzept. Wir besprechen gemeinsam, ob eine konservative Therapie wie Beckenbodentraining, medikamentöse Therapien, Elektrostimulationstherapie oder die Behandlung mit Hilfsmitteln wie Pessaren möglich und sinnvoll sind. Alternativ können auch Lasertherapie oder operative Therapiemaßnahmen eine Option für Sie sein. Wir führen in unserem ambulanten Operationsbereich im MVZ Quickborn die unten genannten modernen Operationsverfahren durch.

Botox-Injektionen

Bei einigen Patientinnen reicht die Einnahme von Tabletten bei Dranginkontinenz nicht aus, oder die Nebenwirkungen der Tabletten sind zu störend. Dann kann Botox in der Blasenwand helfen, die Blase zu entspannen. In einem kurzen, ambulanten Eingriff wird nach lokaler Betäubung der Blase erst die Blase gespiegelt. Dann wird Botulinumtoxin A über eine Präzisionsoptik mikroinvasiv in die Blase gespritzt, um die Blasenmuskulatur zu entspannen. Die Drangsymptomatik verringert sich, ebenso die Miktionshäufigkeit tags und nachts, was zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität führt. Die Wirkung des Botox kann nach 9-12 Monaten abnehmen, bei Bedarf kann die Botoxbehandlung wiederholt werden. Die Injektion von Botox in die Blase bei Dranginkontinenz wird von allen Krankenkassen übernommen. Viele Frauen sind äusserst dankbar für die minimalinvasive, effektive und unkomplizierte Therapie.

Bericht einer betroffenen Frau:

Seit 44 Jahren leide ich unter den Symptomen einer Multiplen Sklerose unter anderem mit unkontrollierbaren Harndrangbeschwerden und Harninkontinenz, welche leider seit vielen Jahren nicht mehr durch Medikamente verbessert werden können. Ich nehme wieder aktiv am sozialen Leben teil, seit ich 2009 erstmalig, auf Anraten meines Neurologen, im Albertinen Krankenhaus die Oberärztin Frau Dr. Tacier aufsuchte. Sie behandelte meine Blase mit Botox und seither suche ich Frau Dr. Tacier jährlich auf, um die Botoxtherapie durchzuführen, so dass ich entspannt aus dem Haus gehen kann und nachts nur 1-2 Mal zur Toilette muss, statt der sonst 5-6 maligen Toilettengängen. Mittlerweile geschieht die Botoxtherapie ambulant im MVZ Quickborn, sehr sympathisch und unkompliziert. Ich bin äußerst dankbar über diese Therapiemöglichkeit, die mir meine Lebensqualität zurückgibt. Ich möchte allen betroffenen Frauen Mut machen, sich beraten und behandeln zu lassen.“

TVT-O und andere suburethralen Schlingen

Bei konservativ nicht genügend behandelbarer Belastungsharninkontinenz, mit Urinverlust z.B. beim Husten, Niessen, Lachen führen wir die TVT-O-Operation durch. Dies ist eine Operation, die in Vollnarkose durchgeführt wird.

TVT (Tension-free Vaginal Tape) ist ein spannungsfreies Vaginalband, das nach wenigen Wochen im Körper einwächst. Diese Stütze stellt den ursprünglichen Verschlussmechanismus wieder her, so dass in Belastungssituationen ein ungewollter Urinabgang verhindert wird.

 

Bericht einer betroffenen Frau: „Ich bin 33 Jahre und habe vor 11 Jahren ein Kind geboren ... Seit 11 Jahren kann ich mein Wasser nicht halten. Niesen, Husten, Trampolin springen all diese Dinge waren `ne Qual. Frau Tacier legte mir dann das TVT-O Band. Operation war nur ca. 15 min, aufgewacht mit extremem Muskelkater, der 48 Stunden später wieder weg war, aber der Unterschied zu vorher ist: es geht nichts mehr in die Hose. Neues Lebensgefühl und diese Ärztin kann ich nur empfehlen. Warum hab ich mich nicht schon früher getraut.“

Bulkamid

Bulkamid ist ein Hydrogel, welches zur Aufpolsterung der Harnröhrenwand eingespritzt wird. Damit verbessert sich der Verschluss der Harnröhre und die Kontinenz wird wiederhergestellt. Das Hydrogel löst sich nicht auf und kann deshalb dauerhaft wirken. Bulkamid ist biokompatibel. Es ist weder toxisch noch allergen. Es wird häufig bei erneuter Inkontinenz oder nach Strahlentherapie angewendet.

Venus Laser Therapie - CO2-Laser UNILAS Touch

Bei Dranginkontinenz oder leichter Belastungsharninkontinenz kann eine fraktionierte CO2-Lasertherapie durchgeführt werden. Dies ist eine Therapie, die noch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Die privaten Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten der Lasertherapie.

Was bewirkt die Venus-Lasertherapie?

Aufgrund des Alterungsprozesses und aufgrund der Belastung der Scheide und des Beckenbodens durch eine Geburt verliert die Vagina an Spannkraft. In unserer täglichen Praxis erleben wir viele Patientinnen, deren Lebensqualität unter diesen Veränderungen leidet. Die Behandlung mittels des modernen CO2-Lasers Venus Laser ist eine effektive, schmerzarme und hormonfreie Möglichkeit, diese Veränderungen rückgängig zu machen. Die Behandlung erfolgt ambulant in unserer Praxis und führt zur Straffung der Scheide durch neue Kollagenbildung.

Gründe für den Eingriff

  • Scheidentrockenheit in den Wechseljahren oder nach Chemotherapie (Alternative zur Hormontherapie)

  • Ungewollter Urinverlust

  • Verändertes Körpergefühl durch lockere Scheidenwände

  • Häufige Scheidenentzündungen

  • Beschwerden nach der Geburt

  • Schmerzen oder Unbehagen bei sexueller Aktivität

  • Vaginale Straffung

  • Lichen Sclerosus

  • Juckreiz und Brennen (Atrophie)

  • Feigwarzen

Bericht von zwei betroffenen Frauen: „Ich bin 80 Jahre jung, aktiv und lebenslustig. Meinen Ehegatten und mich verbindet ein ausgefülltes Sexualleben. Leider ist der Verkehr seit einiger Zeit schmerzhaft, trotz verschiedener Gleitgels und Hormonzäpfchen. Eine Freundin erzählte mir von der vaginalen Verjüngung mittels Lasertherapie. Da meine Frauenärztin in Rente ging, suchte ich mir eine Gynäkologin mit Laser. Bereits nach der ersten Laserbehandlung bei Frau Dr. Tacier im MVZ Quickborn war die Scheidenfeuchtigkeit schon deutlich besser, nun habe ich die zweite von drei Behandlungen durch und bin sehr gespannt. Erfreulicherweise sind auch die Kosten im Vergleich zu Hamburg deutlich niedriger. Ich kann es nur empfehlen.“

Zeiten Bericht: muss ich mir noch von der Pat. genehmigen lassen..

Gerne können Sie einen Termin zur Beratung, Voruntersuchung und Behandlung vereinbaren

Vorteile der Venus-Laser-Behandlung:

  • Straffung des Gewebes

  • Aufbau von neuem Epithel

  • Befeuchtung des Vaginalepithels

  • Weniger Schmerzen beim Sex

  • Verminderung von Dysurien (Schmerzen beim Wasserlassen) und Inkontinenz

  • Hohe Wirksamkeit

  • Vielseitig einsetzbar

  • Effektiver als Cremes und Zäpfchen

  • Hormonfrei

  • Nur 2-4 Behandlungen

  • Schnell und schmerzfrei

  • kurze Nachsorge